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Pb/U-Altersbestimmungen an peruanischen Uran-Erzen aus dem Gebiet von Vilcabamba, Provinz Convencion, Peru

Lenz, H.; Wendt, J.

Kurzfassung

Einleitung Die Cordillera Vilcabamba liegt zum größten Teil im Gebiet der Provinz Convencion NW Cusco (Abb. 1). Die höchste Erhebung, der Sarcantay ist 6400 m hoch, die allgemeine Gipfelflur mit einer Höhe von etwa 4700 m entspricht der alten Puna-Einebnung. Im engeren Untersuchungsgebiet oberhalb des Ortes Vilcabamba, wo schon von altersher Bergbau, hauptsächlich auf Silber, getrieben wurde, sind in jüngerer Zeit einige Uranvorkommen entdeckt worden. Im Rahmen einer Studie, die die Prüfung einer eventuellen Gewinnung der Uranerze zum Ziel hatte, wurde dieses Gebiet im Jahre 1961 eingehend geologisch und lagerstättenkundlich untersucht (v. BRAUN 1967). Im eigentlichen Untersuchungsgebiet um Co. Yunquiyoc stehen Kalke und Vulkanite der permischen Copacabana- bzw. Mitu-Serie an, welche etwa an der Grenze Oberkreide-Tertiär (ca. 70 Ma) vom Vilcabamba Batholithen aufgerichtet und durchstoßen worden sind. Die zu diesem Batholithen gehörenden Granite stehen in der weiteren Umgebung u. a. am Ndo. Comballa und bei Machu-Picchu an (Abb. 2). Im Anschluß an das Aufsteigen des Plutons dringen in die hierbei entstandenen Störungen hydrothermale Lösungen ein und setzten in mehreren Phasen primäre Ni-, U-, Cu- usw. Erze ab. Etwa im Pliozän (ca. 10 Ma) sind - z. T. längs tektonisch aktiven Bewegungsbahnen und vorhandenen Störungen - Andesit-Einschübe, die zur Sillapaca-Formation zu zählen sind, eingedrungen. Erzumlagerungen während dieser Phase sind wahrscheinlich und es kann u. a. mit der Bildung sekundärer Uran-Erze gerechnet werden.