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Elektronische Datenverarbeitung in der Tektonik

Adler, Rudolf E.

Kurzfassung

In den letzten Jahren hat sich die statistisch-gefügetektonische Betrachtungsweise geologischer Körper auf der Grundlage der Lagenkugelprojektion nach B. SANDER und W. SCHMIDT nicht nur im Rahmen der tektonischen Grundlagenforschung, sondern in zunehmendem Maße auch auf dem Gebiet der Angewandten Tektonik durchgesetzt. Aus diesem Grunde wurde der Versuch unternommen, die gefügetektonische Arbeitsmethodik noch weiter auszubauen, dennoch den Geologen aber von zeitraubender Routinearbeit bei der Anwendung dieser Methodik weitgehend zu befreien. Hierfür erschien am besten die Einführung der elektronischen Datenbearbeitung auf der Grundlage der Lagenkugel in die Tektonik geeignet. Da für eine elektronische Datenverarbeitung auf tektonischem Gebiet jedoch eine ganze Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen sind, dient der erste Teil der vorliegenden Arbeit dazu, diese kurz zu beschreiben. Im zweiten Teil der Arbeit wird danach auf die Möglichkeiten näher eingegangen, die sich bei einer elektronisch-tektonischen Datenbearbeitung sowohl für die wissenschaftliche als auch für die praktisch-orientierte Tektonik ergeben. Für die Förderung der vorliegenden Arbeit sei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gedankt. Außerdem gebührt mein Dank Herrn Privatdozent Dr. F. KRÜCKEBERG, Bonn für viele wertvolle Hinweise und für die Erstellung der erforderlichen Rechen- und Zeichenprogramme und dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Instrumentelle Mathematik in Bonn für die Möglichkeit, dort die notwendigen grundlegenden elektronischen Rechen- und Zeichenarbeiten durchführen zu können. Herrn Dipl. Geol. M. W. SCHMIDT sei gleichfalls für seine wertvollen Diskussionsbeiträge gedankt.