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Bedeutung der geologischen Verhältnisse für die Böschungssicherung am ehemaligen Hofolper Tunnel (Sauerland)

Heitfeld, K.-H.; Schauerte, E.

Kurzfassung

Zusammenfassung Im Zuge der Elektrifizierung der Bundesbahnstrecke Hagen-Siegen wurde ein 63 m langer Tunnel am westlichen Ortseingang von Hofolpe (Sauerland) aufgeschlitzt. Der Bahneinschnitt und die ehemaligen Voreinschnitte des Tunnels wurden für eine neue Trasse der LIO 529 bergseitig auf eine Sohlbreite von rd. 26 m erweitert. Die Gesamtlänge des Einschnittes beträgt rd. 170 m, die max. Höhe rd. 25 m. Beide Einschnittsböschungen liegen in unterdevonischen Tonschiefern und Grauwackenschiefern (Remscheider Schichten). Die geologischen Untersuchungen ergaben, daß an der Hangseite Schicht- und Schieferungsflächen zum Einschnitt hin einfallen, wobei der Einfallwinkel größer als der Reibungswinkel ist. Da ein Abtrag bis zur tiefstmöglichen Gleitfläche aufgrund der baulichen Gegebenheiten ausschied, waren umfangreiche Felssicherungsarbeiten erforderlich. Wegen der örtlich wechselnden geologischen Verhältnisse mußte die Beurteilung der Standsicherheit dabei getrennt nach Einzelabschnitten durchgeführt werden. Die Sicherungsmaßnahmen (Verankerung, Stützmauer, Abböschung) werden an Hand von typischen baugeologischen Schnitten durch die Einschnittsböschungen erläutert. Abschließend wird über die Erfahrungen bei der Durchführung der Sicherungsarbeiten berichtet.