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Baugeologische Untersuchungen für Felssicherungsarbeiten beim Bau des Kraftwerkes für das Pumpspeicherwerk Rönkhausen

Heitfeld, K.-H.; Hesse, K.-H.

Kurzfassung

Zusammenfassung Der Bau des Krafthauses für das Pumpspeicherwerk Rönkhausen/Sauerland erforderte einen über 40 m tiefen Aushub, der aus baustatischen Gründen im unteren Teil vertikal erfolgen mußte. Der Aushub liegt in einer gestörten Grauwackenzone, während sich die südliche hangseitige Böschung im unteren Teil einer weniger gestörten Tonschieferzone befindet. Im oberen Teil dieser Böschung treten wieder gestörte Grauwackensandsteine auf. Im West- und Nordteil der Baugrube bestand bei den mit 30-45° nach Südosten, d.h. zur Baugrube hin einfallenden Schichtflächen eine unmittelbare Rutschgefahr. Zur Durchführung des tieferen Teiles des Aushubs (vertikale Abböschung) waren Sicherungsmaßnahmen notwendig, bei denen die tiefst gelegene mögliche Gleitfläche erfaßt wurde. Eine eingehende Überprüfung ergab als zweckmäßigste und wirtschaftlichste Lösung eine Felsverankerung durch vorgespannte Anker. Dabei mußte die Verankerung den örtlich wechselnden geologischen Verhältnissen angepaßt werden. Zur laufenden Überprüfung der Standsicherheit und zur Sicherung der in der Baugrube arbeitenden Mannschaft wurden mechanische und elektrische Bewegungsmessungen mit max. 30,0 m langen Extensometern durchgeführt. Die Beobachtungs- und Meßergebnisse haben die Zweckmäßigkeit der durchgeführten Maßnahmen bestätigt.