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Der Einfluß der Lithofazies auf Quantität und Qualität der Grundwässer im mittleren Keuper um Ansbach/Mfr.

Krauspe, A.

Kurzfassung

Die Schichten des Mittleren Keupers im Ansbacher Raum unterliegen einem raschen lithologischen Wechsel in vertikaler und horizontaler Richtung. Das ist dadurch begründet, daß der betrachtete Raum im Südosten in der sandigen Randfazies, im Nordwesten in der tonig-mergeligen Beckenfazies des Keuperbeckens liegt. Der im einzelnen unregelmäßige Übergang zwischen beiden Faziesbereichen ist verbunden mit einer Abnahme der Korngrößen und einer Zunahme des Kalk-, Dolomit- und Gipsgehaltes der Gesteine nach Nordwesten. Die lithofaziellen Verhältnisse werden an Hand von charakteristischen Bohrprofilen, Körnungskurven, Fazies- und Mächtigkeitskarten für die einzelnen Schichtglieder erläutert. Die Grundwasserverhältnisse im Ansbacher Raum zeigen eine enge Abhängigkeit von der Gesteinsausbildung. Der vertikale lithologische Wechsel bedingt das Auftreten mehrerer Grundwasserstockwerke, deren Mächtigkeiten und Durchlässigkeiten durch fazielle Differenzierungen in der Horizontalen bestimmt werden. Hinsichtlich der Grundwasser-Quantitäten ergibt sich folgende Zweigliederung: a) Wasserarmer Bereich der Beckenfazies nordwestlich von Ansbach: Hier ist die sandige Randfazies nur in kleinen, oberflächlich stark entwässerten Einzugsgebieten vertreten. Die Quellschüttungen sind minimal, der Prozentsatz an Fehlbohrungen ist hoch. b) Grundwasserhöffiges Gebiet der Randfazies südöstlich von Ansbach: Hier sind die Grundwassermächtigkeiten und die Einzugsgebiete größer. Die Ergiebigkeiten von Quellen und Wasserbohrungen erreichen Werte von über 10 l/s. Besonders deutliche Abhängigkeiten von den lithofaziellen Änderungen zeigen die Grundwasser-Qualitäten. Die Hydrochemie ist dadurch in der Lage, Fragen zur Paläogeographie und zur geologischen Kartierung beantworten zu helfen. Als empfindliche Faziesindikatoren erweisen sich die Gesamt-, Karbonat- und Nichtkarbonathärte.