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Das Luftbild als Mittel zur Analyse und Synthese geoökologischer Infrastrukturen

Rothamel, H. T. J.

Kurzfassung

Mit der enormen Beschleunigung der Produktion immer neuen Wissens wird der Ausschnitt, den der einzelne verarbeiten kann relativ zur Gesamtmenge der Forschungsergebnisse ebenso schnell kleiner. Damit ist die Frage der Informationsverknüpfung, Integration und Ökonomisierung wissenschaftlicher Arbeit zu einem Kernproblem geworden. Für die Erdwissenschaften ist das Luftbild ein Hilfsmittel, welches einen "Überblick" ermöglicht, durch den unnötige Wege vermieden und Verknüpfungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Arbeit kann deshalb insgesamt produktiver und zielgerechter ausgeführt werden. In der Luftbildkunde spielt die Antinomie "Detail - Überblick" (Einzelelement - funktionales Gefüge der Mengen der Elemente) in die wissenschaftlich technischen, wie in die wirtschaftlichen Fragen hinein. Bei einer Verminderung des Maßstabes um das Doppelte verringern sich die Befliegungskosten in der Regel zumindest um das Doppelte (W. SCHERMERHORN). Dabei wächst bei einer Verkleinerung des Maßstabes die gedeckte Fläche und damit die Kartierleistung schneller als linear.