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Deckenbau und Paläogeographie im Nordapennin

Reutter, K.-J.

Kurzfassung

Im Nordapennin liegen Decken verschiedener Ausdehnung und Mächtigkeit mehrfach übereinandergestapelt. Das Autochthon (Toskaniden I, Karbon bis Oligozän) wird von einer Schichtfolge gleicher Fazies (Toskaniden II, Trias bis U-Miozän) überlagert. Auf der SW-Seite des Nordapennins werden diese Gesteine ihrerseits von drei tektonischen Einheiten anderer Fazies, den Liguriden I-III, überfahren, deren Gesteine jeweils verschiedenes Alter aufweisen. Auf der NE-Seite des Apennins lassen sich mehrere tektonische Einheiten (Emilianiden I-V) erkennen, die teils auf den Toskaniden II, teils auf dem Autochthon der Umbro-Markiden im NE des Gebirges liegen. Sie ähneln in vielerlei Hinsicht den Liguriden, weisen diesen gegenüber aber auch lithologische Unterschiede auf.