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Die Entwicklung der emsländischen Erdölprovinz

Lögters, Herbert

Kurzfassung

In der emsländischen Erdölprovinz, einem Gebiet von 1.500 km2, liegen insgesamt neun Öl- und vierzehn Erdgasfelder, die bisher insgesamt 29 Mio to Erdöl und 4,5 Mrd. Nm3 Erdgas produziert haben. Als "Emsland" wird der Raum beiderseits der mittleren Ems bis zur deutsch-holländischen Grenze verstanden. Nach Süden wird er gegen die Münsterländer Kreidetafel abgegrenzt und nach Osten gegen das abtauchende Osnabrücker mesozoische Bergland, dessen westlichste Ausläufer in den Bentheimer Höhenzügen und bei Losser in Holland noch einmal auftauchen. Der ostfriesische Unterlauf der Ems nördlich des Hümmlings wird nicht mehr zum Emsland im Sinne der erdölgeologischen Provinz gerechnet (siehe Abb. 1). Die bisherige Entwicklung, die gegenwärtige Situation und die zukünftigen Erwartungen sind an einfachen Kurven des Gesamtverlaufs der emsländischen Produktionen dargestellt. Auf die ersten Aufbaujahre von 1942-1948 folgen 20 Jahre steilen Aufstiegs, darauf eine Kulminationszeit von ca. 10 Jahren, an die sich weitere 20 Jahre mit zunächst raschem und dann allmählich verflachendem Produktionsabbau anschließen (Abb. 2). Die Erdgasproduktion der letzten Jahre kommt wertmäßig - auf Heizwerte gerechnet - auf rd. 1/4 des Erdöls. Dieses Verhältnis gilt auch größenordnungsmäßig mehr oder weniger für die erzielten Bruttoerlöse, z.B. für das Jahr 1967 2,8 Mio to Öl x etwa 50 DM = rd. 140 Mio DM, 700 Mio Nm3 Erdgas x etwa 5 Dpf = rd. 35 Mio DM.