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Zur Paläogeographie der Stufen Rhät bis Alb im Emsland

Meyer, Kurt

Kurzfassung

Es werden die Mächtigkeit und Entwicklung, untergeordnet die Fazies der Stufen Rhät bis Alb im Gebiet zwischen Gronau - Ibbenbüren (Schafberg) - Oberlanger-Tenge und Ostenwalde dargestellt. Das Rhät erreicht seine größten Mächtigkeiten mit > 100 m in der sich nordsüd erstreckenden Fehndorfer und mit > 50 m in der Meppener Bucht. Nach Süden, gegen Bentheim nimmt das Rhät bis auf 20 m ab. Es läßt sich durch Diagrammvergleich nachweisen, daß im nördlichen und mittleren Teil des behandelten Raumes das Unterrhät, im südlichen Teil das Mittelrhät transgrediert. Es greift im Süden auf Unteren Muschelkalk, gegen Norden auf Mittleren und Oberen Muschelkalk, dann auf die verschiedenen Stufen des Unteren und Mittleren Keuper über und hat in der Fehndorfer Bucht einen konkordanten Übergang zum Lias. Im Rhät sind nur tonige Sedimente zur Ablagerung gekommen. Der Lias ist wie das Rhät bis auf das Gebiet der Ostholländischen Triasplatte überall abgelagert, großenteils aber wieder abgetragen worden. Er geht bis auf die Umrandung der Ostholländischen Triasplatte, wo er auf Tieferes transgrediert, konkordant aus dem Rhät hervor. Durch die schwache Herausbildung des Fehndorfer Hochs hat sich die Fehndorfer Bucht aufgelöst. Statt dessen ist die Harener Bucht entstanden. Die Meppener Bucht bleibt im Lias und weiterhin bis zum Alb stabil. Im Süden bildet sich die Bentheimer Bucht heraus. Der Lias wird gegen Westen überwiegend durch transgredierenden Ober-Malm bis auf 50 m reduziert. Die primären Mächtigkeiten betragen 500-600 m im Osten (Harener Bucht, Raum Salzbergen) und nehmen bis auf < 300 m im SW-Teil ab. Der Lias besteht nur aus tonigen Sedimenten. Der Dogger in seiner jetzigen Verbreitung ist auf den östlichen Teil des Gebietes und den Raum Gronau - Oldenzaal beschränkt.