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Grundgegebenheiten für Planung und Ablauf der Förderung der emsländischen Valendis-Lagerstätten

Lübben, Heino

Kurzfassung

Die lagerstättengeologische Situation des emsländischen Valendisbeckens vor Aufnahme der Ölproduktion wird beschrieben. Dazu werden die mengenmäßige Verteilung von Öl, Gas und Wasser im Becken, die physikalischen Eigenschaften der Sandsteine und ihres Poreninhaltes sowie Druck und Temperatur quantitativ angegeben. Ursprünglich waren in den Valendis-Sandsteinen des Emslandes rd. 7 Milliarden m3 Wasser und 500 Millionen t oil in place enthalten. Mehr als zwei Drittel des Öls ist Schweröl mit Viskositäten zwischen 70 und 250 cP. Etwa 90 Millionen t sind Mittelöle im Viskositätsbereich 10-30 cP. Größenordnungsmäßig 5% des oil in place ist in zwei bis heute wirtschaftlich nicht förderbaren Totöllagerstätten enthalten. Bis Ende 1967 wurden größenordnungsmäßig 10% des ursprünglichen Ölinhalts gefördert. Die Produktion erfolgte weitaus überwiegend durch Wassertrieb. Ein geringer Teil des Öls wurde durch Entlösungstrieb gefördert. Aus den durch Gasentlösungstrieb produzierten Teilen der Schweröllagerstätten werden maximal 5-6% des ursprünglichen Ölinhalts gewonnen. Der Wasserinhalt der Aquifere reicht nicht aus, um eine nennenswerte Ausbeute durch natürlichem Randwassertrieb zu gewährleisten. Daher werden in allen großen Feldern Flankentriebprojekte durchgeführt. Die Entölungsgrade in den Flankentriebprojekten der Schwerölfelder Georgsdorf und Rühle liegen zwischen 25 und 40%, bezogen auf eine Endverwässerung der Sonden von 96,5-98%.