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Das Erdölfeld Dalum 1942-1967

Eichenberg, Wilhelm

Kurzfassung

Dalum, das erste Erdölfeld des Emslandes, ist an eine alte West-Ost streichende jungkimmerisch angelegte Aufwölbung gebunden, die von Adorf über Dalum bis ostwärts der Ems verfolgt werden kann. Die ersten Anzeichen dieser Schwelle wurden 1937 bei der geophysikalischen Reichsaufnahme durch den Nachweis eines Kurzzeitengebietes gefunden. Am 6. Oktober 1940 begann die Bohrtätigkeit; der 2. September 1942 war der 1. Fördertag der "Lingen 2", die im Valendis und Wealden fündig geworden war. Der letzte Bohrtag war der 11. Oktober 1960. Abgeteuft wurden auf einer Ölfläche von 9,6 km2 348 Bohrungen, von denen 333 in Förderung kamen. (Abb. 1). Nach genau 25 Jahren, vom 2.9.1942 bis zum 2.9.1967, wurden aus der Öllagerstätte von diesen 333 Fördersonden, von denen i.A. noch 161 fördern, insgesamt 1.848.700 t Rohöl gefördert. Die Hauptölträger in Dalum sind die Muschel- und Schnecken-Gruslagen (Lumachellen) des Unteren und Mittleren Wealden sowie in weitem Abstand die oolithischen, klüftigen Kalke und Serpelgruslagen des OM 1 bis OM 6 (Tabelle 1) (Abb. 2 u. 3). Von geringer Bedeutung für die Produktion sind in Dalum im Gegensatz zu den meisten anderen Ölfeldern des Emslandes die beiden stark vertonten, flaserigen Valendissandsteine (Dichotomiten- und Bentheimer-Sandstein).