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Zur Paläogeographie der Ölfelder Emlichheim und Rühlertwist

Söll, Helmut

Kurzfassung

In zahlreichen Veröffentlichungen wurde in den vergangenen Jahren über die Paläogeographie des westlichen Emslandes berichtet. Nachdem nun die Bohrtätigkeit in den beiden unter der Betriebsführung der Wintershall AG. stehenden Ölfeldern Emlichheim und Rühlertwist weitgehend beendet ist, soll nachstehend versucht werden, speziell die paläogeographische Entwicklung dieser beiden Felder vom Obermalm bis ins Tertiär zu deuten. Im Obermalm (Abb. 1) erkennt man deutlich zwei Hochgebiete, die während dieser Zeit ohne Ablagerungen geblieben sind. Es sind im Norden ein nach BISCHOFF & WOLBURG vermuteter Inselbereich im Raume Coevorden und im Süden das Wilsumer Hoch, dem - an einer synsedimentären Störung abgesunken - im Norden eine Senke vorgelagert und im Osten die Adorf-Dalumer Schwelle angegliedert ist. Die Ölfelder Emlichheim und Rühlertwist liegen während der Obermalmzeit im Bereich der weit nach Westen ausgreifenden Meppener Bucht, in der, wie auch in der südlich der Adorfer Schwelle gelegenen Georgsdorfer Bucht, Steinsalzpartien mit über 500 m Mächtigkeit auftreten.