Original paper

Hans Udluft zum Gedenken

Burre, O.

Kurzfassung

Am 28. März 1966 starb unmittelbar nach Vollendung seines 66. Lebensjahres das langjährige Mitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft HANS UDLUFT, der sich während seiner Zugehörigkeit von 1922 bis 1966 stets mit dieser eng verbunden gefühlt hat. Seiner wurde in einer besonders dafür angesetzten Monatsversammlung in Wiesbaden gedacht, wobei zwei wissenschaftliche Vorträge über Probleme seines Arbeitsgebietes gehalten wurden. Von ihm sind in der Zeitschrift der Gesellschaft mehrere Aufsätze und Abhandlungen veröffentlicht. Während seiner Tätigkeit als Direktor des Hessischen Landesamtes für Bodenforschung leitete er 1962-1965 die Monatsversammlungen der Deutschen Geologischen Gesellschaft in Wiesbaden. Wenn man das Lebenswerk von HANS UDLUFT im Rahmen der wissenschaftlichen und der angewandten Geologie überblickt, so tritt uns eine Fülle von Ergebnissen und Leistungen gegenüber, von denen hier nur einige Höhepunkte genannt werden können. An der Kartenaufnahme, der Hauptaufgabe der Preußischen Geologischen Landesanstalt, der er von 1926 bis 1939 angehört hat, ist er auf 21 Blättern beteiligt gewesen. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen, von denen sich einige an die Kartierung anschließen, steht die Sedimentpetrographie an der Spitze, deren Gipfel in der Klärung der Entstehung der Silikose liegt. Der ihm zusammen mit seinem Freunde und Mitarbeiter HELLMERS verliehene R. E. Liesegang-Preis war die wohlverdiente Krönung seiner Forschungen. Weitere Publikationen liegen im Bereich der Hydrogeologie, in der ihm eine klare und zuverlässige Darstellung des Gehaltes an gelösten Stoffen in den Mineralwässern zu verdanken ist, der Ingenieurgeologie, der Lagerstättenkunde und der Tektonik.