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Grundgegebenheiten für Planung und Ablauf der Förderung der emsländischen Valendis-Lagerstätten

Lübben, Heino

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 529 - 530

published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/529

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Kurzfassung

Die lagerstättengeologische Situation des emsländischen Valendisbeckens vor Aufnahme der Ölproduktion wird beschrieben. Dazu werden die mengenmäßige Verteilung von Öl, Gas und Wasser im Becken, die physikalischen Eigenschaften der Sandsteine und ihres Poreninhaltes sowie Druck und Temperatur quantitativ angegeben. Ursprünglich waren in den Valendis-Sandsteinen des Emslandes rd. 7 Milliarden m3 Wasser und 500 Millionen t oil in place enthalten. Mehr als zwei Drittel des Öls ist Schweröl mit Viskositäten zwischen 70 und 250 cP. Etwa 90 Millionen t sind Mittelöle im Viskositätsbereich 10-30 cP. Größenordnungsmäßig 5 % des oil in place ist in zwei bis heute wirtschaftlich nicht förderbaren Totöllagerstätten enthalten. Bis Ende 1967 wurden größenordnungsmäßig 10 % des ursprünglichen Ölinhalts gefördert. Die Produktion erfolgte weitaus überwiegend durch Wassertrieb. Ein geringer Teil des Öls wurde durch Entlösungstrieb gefördert. Aus den durch Gasentlösungstrieb produzierten Teilen der Schweröllagerstätten werden maximal 5-6 % des ursprünglichen Ölinhalts gewonnen. Der Wasserinhalt der Aquifere reicht nicht aus, um eine nennenswerte Ausbeute durch natürlichen Randwassertrieb zu gewährleisten. Daher werden in allen großen Feldern Flankentriebprojekte durchgeführt. Die Entölungsgrade in den Flankentriebprojekten der Schwerölfelder Georgsdorf und Rühle liegen zwischen 25 und 40 %, bezogen auf eine Endverwässerung der Sonden von 96,5-98 %. In den vom Randwasser nicht zu erreichenden Teilen der Felder wurden Patternflutprojekte eingeleitet. Soweit bisher erkennbar, liegen die Entölungsgrade dieser Projekte wesentlich über der Ausbeute durch Gasentlösungstrieb. Die Entölungsgrade der Flankentriebprojekte werden jedoch möglicherweise nicht erreicht. Die Förderkapazität von Sonden in Schwerölfeldern erreicht mit steigender Verwässerung immer höhere Werte. In letzter Zeit wird versucht, die Wirtschaftlichkeit aller Wassertriebprojekte durch intensivere Ausnutzung der natürlichen Sondenförderkapazität zu verbessern. In Schoonebeek wurden Feldversuche mit neuen Fördermethoden durchgeführt. Die aus der Literatur bekannten Ergebnisse des Heißwasser- und Dampfflutens werden kurz referiert.

Keywords

ÖlGasPoreninhaltViskositätSchwerölfelderRandwasserEntölungsgradFlankentriebEmslandGermany