Original paper

Stadien saxonischer Deckgebirgstektonik im Grenzbereich Süddeutsche Scholle / Böhmische Masse

Schröder, B.

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 482 - 482

published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/482

BibTeX file

O

Open Access (paper can be downloaded for free)

Download paper for free

Kurzfassung

Lithologische und paläontologische Daten der Deckgebirgsserien im E-Teil der Süddeutschen Scholle lassen eine Rekonstruktion tektonisch amputierter Sedimentationsräume zu und Stadien saxonischer Zerlegung ab der Unterkreide erfassen. Die heutige Deckgebirgsverteilung folgt tektonischen Großelementen, die sich ab dem älteren Mesozoikum synsedimentär abzeichnen. Buntsandstein bis Jura des älteren Deckgebirges deckten die Böhmische Masse zunehmend ein. Diskordant auflagernde Oberkreide und abermals diskordant folgende Molassefüllung im S bzw. weit verbreitete Obermiozän-Sedimente im N ermöglichen Kartenskizzen der Zerlegungsstadien. 1. Deckgebirgshülle am Ende des Jura 2. Amputation vor der Oberkreide 3. Stadium gegen Ende der Oberkreide 4. Vor-obermiozäner Deckgebirgstorso 5. Nach-obermiozäne Änderungen. Die Impulse in den Abschnitten des komplexen Großschollensaumes sind offenbar heterochron (vor-oberkretazisch bis intra-neogen). Viele tektonische Elemente sind datierbar. Kleintektonisches Inventar scheint z. T. vor-oberkretazisch angelegt zu sein. Soweit belegbar ist, überdauern die Schollenbewegungen scharfe Phasen. Einengungsformen (mit Vergenz zur Tiefscholle) sind auf die Schollenränder beschränkt. Sie scheinen gravitative Zutat zu sein.

Keywords

DeckgebirgsserienMesozoikumheterochronSchollenränderintra-neogenSüddeutsche ScholleBöhmische Masse