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Die Hangbewegungen bei der Stiftskirche in Herrenberg (Württ.) und ihre Ursachen

Ströbel, Winfried

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 306 - 312

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published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/306

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Kurzfassung

Die seit Jahrhunderten bekannten Bauschäden an der Stiftskirche in Herrenberg sind bedingt durch die Überlastung der Gipskeuperschichten auf der exponierten Bergnase; der ganze 80 m hohe Hang wurde von den Bewegungen erfaßt. An der Kirche und anderen Bauwerken lassen sich die Bewegungen ablesen und messen; der zeitliche Ablauf läßt sich aus der Baugeschichte ermitteln. Die Verformungen erfolgen an Schicht- und Kluftflächen der als Schluffsteine anzusprechenden Keupermergel. Die Auslaugung des 30 m unter der Kirche lagernden Grundgipses hat noch kaum eingesetzt; dagegen haben im Jahr 1733 schlagartig im tiefer liegenden Auslaugungsgebiet der Altstadt von Herrenberg eingetretene Dolineneinbrüche verstärkte Hangbewegungen eingeleitet. Die jetzt beginnenden felsmechanischen Untersuchungen sollen weitere Unterlagen für die endgültige Sicherung des gefährdeten historischen Bauwerks erbringen.

Keywords

GipskeuperschichtenKluftflächenKeupermergelDolinenhsitorischStiftskirche HerrenbergGermany