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Ergebnisse refraktionsseismischer Messungen im Grenzbereich Alpen/Apennin und im Nordapennin

Giese, P.

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 492 - 492

published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/492

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Kurzfassung

Nachdem in den vergangenen zehn Jahren in den Ost- und Westalpen umfangreiche refraktionsseismische Untersuchungen durchgeführt wurden, sind im vergangener Jahr diese Messungen auch auf den Nord-Apennin ausgedehnt worden. Der Sprengpunkt lag allerdings noch in den Westalpen, im Mercantour-Massiv. Ein Profil quert die Po-Ebene in Richtung Comer See, ein anderes verläuft über Genua längs des Apennin-Hauptkammes. Diese Messungen werden ergänzt durch ältere Refraktionsbeobachtungen im Tyrrhenischen Meer, über die Fahlquist berichtet hat. Bei der Deutung refraktionsseismischer Messungen beginnt sich in jüngster Zei ein Wandel abzuzeichnen. Die speziellen Begriffe Schicht und Diskontinuität werden ersetzt durch die umfassendere Darstellungsart mit Linien gleicher Geschwindigkeit. Diese Interpretation, der auch hier gefolgt wird, ist nicht an bestimmte Modelle gebunden. Im Bereich zwischen dem Mercantour-Massiv und den Apuaner Alpen ist die sialische Kruste nur 15-20 km mächtig. Eine ausgeprägte Zone geringer Geschwindigkeit innerhalb der Kruste fehlt hier. Das Gestein des oberen Erdmantels weist etwas geringere Geschwindigkeiten (um 7,5 km/s) auf als sonst (8,2 km/s). Diese Ergebnisse stehen in Übereinstimmung mit denen von Fahlquist.

Keywords

refraktionsseismischMercantour-Massivsialische KrusteApennin-HauptkammTyrrhenisches MeerOst- und Westalpen