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Gesteins- und Gebirgseigenschaften in Abhängigkeit vom betrachteten Größenbereich

Müller-Salzburg, Leopold

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 65 - 70

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published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/65

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Kurzfassung

Die in der Regel zu beobachtende Abminderung der Festigkeitswerte und Verformungsmoduli eines Gesteinskörpers mit wachsendem Untersuchungsbereich wird auf zwei Effekte zurückgeführt: einen Maßstab-Effekt und einen Größenordnungs-Effekt. Ersterer erklärt sich durch die Tatsache, daß mit wachsender Probengröße allmählich ausgedehntere und in mechanisch wirksamer Stellung befindliche Risse ins Spiel kommen, letzterer dadurch, daß in gewissen, genau definierten Bereichen unvermittelt neue Flächenelemente (z. B. Kleinklüfte) auftreten, die das mechanische Verhalten des Körpers nachhaltig beeinflussen. In diesen Zwischenbereichen ist eine statistische Verteilung der neu hinzugetretenen Flächenelemente nicht gegeben und die Aufstellung eines Materialgesetzes unstatthaft.

Keywords

FestigkeitswerteProbengrößeKleinklüfteGesteinskörper