Original paper

Standsicherheit und Bruch der Felsböschung im Grauwackensteinbruch Förtschendorf

Körner, Helmut J.; Stephan, Walter

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 246 - 269

4 references

published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/246

BibTeX file

ArtNo. ESP171011900026, Price: 14.00 €

Download preview PDF Buy as PDF

Kurzfassung

Im März 1963 hat sich in einem Grauwackensteinbruch in Oberfranken ein folgenschwerer Felsböschungsbruch ereignet, bei dem ohne jegliche Vorankündigung ca. 90 000 m3 Gestein auf den Schichtfugen abgeglitten sind. Nach Darlegung der Situation, des Felsgefüges und der Eigenschaften des lehmigen Zwischenmittels der Schichtfugen wird anhand des durchgeführten Standsicherheitsnachweises der Schluß gezogen, daß die klimatischen Bedingungen des Winters 1962/63 den Felsböschungsbruch letztlich ausgelöst haben. (Lastfall: Zugefrorene Wand, entstehender Kluftwasserdruck auf den Schichtfuge). Der Vorgang wird demgemäß als "Wassersprengung" im Sinne Stinis gedeutet. Verallgemeinernde Folgerungen beziehen sich auf die Fragen der Voraussehbarkeit des Ereignisses, der Sicherheit in Steinbruchbetrieben, der Richtlinien für die Anlage und den Betrieb von Steinbrüchen.

Keywords

GrauwackenSteinbruchFelsgefügeSchichtfugeKluftwasserdruckWassersprengungOberfrankenGermany