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Die Gaslagerstätten des Westemslandes

Rischmüller, Heinrich

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 558 - 558

published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/558

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Kurzfassung

Einleitend wird die Geschichte der Gaslagerstätten des Westemslandes, die 1939 mit dem Gasfund Norddeutschland 1 im Gasfeld Bentheim begann, geschildert. Von 1951 bis 1965 wurden in der Konzession Neuenhaus des Westemslandes 10 Erdgasfelder mit 20 Lagerstätten gefunden, davon eine Lagerstätte im Valendis, drei im Buntsandstein, acht im Zechstein und acht im Karbon. Die Impulse, die die Bohrtechnik durch die nach 1951 stark intensivierte Bohrtätigkeit im Westemsland erhielt, werden aufgezeigt. Anhand eines schematisierten Struktur-Übersichtsplanes werden kurz Strukturgeschichte und Tektonik des Gebietes unter lagerstättentechnischen Gesichtspunkten erläutert. Auf die Bedeutung von Faziesänderungen für die Qualität der Speichergesteine als Gasproduzenten wird hingewiesen. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lagerstätten sind die gesteinsphysikalischen Daten, die Porenfüllung und deren physikalische und chemische Eigenschaften. Mit Hilfe von Tabellen und Diagrammen wird dieser Fragenkomplex diskutiert. Dabei werden die charakteristischen Unterschiede der einzelnen Speichergesteine deutlich gemacht. In Anbetracht der frühzeitigen Entdeckung der Vorkommen spiegeln die Feldes- und Förderentwicklung einer Reihe von Emslandfeldern die Entstehung eines deutschen Erdgasmarktes wider. Ausgehend von Messungen bei der Förderung werden die Anfangskapazitäten von mittleren Produktionsbohrungen der verschiedenen Lagerstätten mitgeteilt. Anhand von Beispielen werden die Bestimmung des initialen gas in place und Förderkapazität mit Hilfe moderner digitaler Methodik dargelegt. Abschließend wird die Komplettierung jeweils einer typischen Süß- und Sauergasförderbohrung beschrieben und auf die fördertechnische Konzeption der Felder und die Fahrweise der Förderung im Feldesverbund mit Hilfe weitestgehender Automation hingewiesen.

Keywords

GaslagerstättenSpeichergesteineTektonikgas in placeEmslandGermany