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Neukartierung des Ochtruper Sattels, Darstellung auf den neuen geologischen Karten 1 : 25 000 Ochtrup und Gronau

Thiermann, A.

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 119 Heft 1-4 (1970), p. 553 - 553

published: Apr 1, 1970
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/119/1970/553

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Kurzfassung

Die Neukartierung des Ochtruper Sattels im Rahmen der geologischen Landesaufnahme konnte sich neben den teilweise sehr veralteten und nicht veröffentlichten Aufnahmen von Bärtling & Stach (1923) und Bentz (1931) auf eine Reihe gut bearbeiteter und bereits veröffentlichter Tief- und Flachbohrungen aus neuerer Zeit stützen. Aus der Verbindung dieser Tiefenaufschlüsse mit der Oberflächenkartierung ließ sich ein genaueres Bild dieser nach S in der Tiefe überkippten an der Tagesoberfläche hingegen noch normal gelagerten Struktur gewinnen. Das in den Sattelkern aufgedrungene Werra-Steinsalz ist an nordwärts fallenden und O-W streichenden Störungen und Überschiebungen aufgestiegen. Sie sind jungkimmerisch als Abschiebungen angelegt und sind später durch die subherzyn-laramische Pressung überprägt worden. An der Tagesoberfläche tritt im Sattelkern der Mittlere und Obere Buntsandstein zutage, teilweise umgrenzt vom Unteren Muschelkalk, der wieder örtlich transgressiv vorn Serpulit überlagert wird. Das Hauptbauelement aber bilden die Unterkreidetone und -sandsteine mit einem starken Fazieswechsel, der durch die unmittelbare Nähe des sedimentliefernden Festlandes, der Rheinischen Masse bedingt wird. Das dichte Netz bereits vorliegender, mikrofaunistisch bearbeiteter Flachbohrungen gestattete eine sehr weitgehende Gliederung der Unterkreide-Stufen in mehrere Schichten, die sich auch im Gelände morphologisch gut verfolgen ließen. So wurden neben dem an der Oberfläche ungegliederten Valangin im Hauterive vier Schichten (senckenbergi-Schichten, noricum-Sandstein, noricum-Zwischenmittel und Gildehauser Sandstein) und im Barrême vier Schichten (strombecki-Aulacoteuthis-Schichten, brunsvicensis-Schichten, rude-Schichten und bidentatum-aegoceras-Schichten) unterschieden. Apt und Alb, getrennt durch den Rothenberg-Sandstein hingegen ließen sich nur ungegliedert kartieren.

Keywords

TiefbohrungenOberflächenkartierungjungkimmerischSerpulitBarrêmeWerra-SteinsalzRheinische MasseOchtruper SattelGermany