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Eisrandlagen und Oszillationen des würmeiszeitlichen Innvorlandgletschers (Beobachtungen an Rohrgrabenaufschlüssen)

Jerz, H.

Kurzfassung

Zusammenfassung Die peripheren Endmoränen des würmeiszeitlichen Innvorlandgletschers zeigen im Norden, Nordwesten und Nordosten eine unterschiedliche Ausbildung. Einen wesentlichen Einfluß auf die Gestaltung der Moränenzüge hatte die präwürmglaziale Morphologie. Insbesondere an Stellen mit nach außen gerichtetem Gletschergefälle kam es im Hochglazial zu häufigen Eisrandverschiebungen. Nach seiner Maximalausdehnung ist das Gletschereis in Etappen zurückgeschmolzen. Während einzelner Haltephasen kam es wiederholt zu Oszillationen, im Gebiet nördlich Wasserburg zu einem größeren Gletschervorstoß. Moränen einer älteren würmeiszeitlichen "Vorrückungsphase" konnten nicht nachgewiesen werden. Ferner gab es in den Rohrgrabenprofilen keinerlei Hinweise für eine ältere Würm-interstadiale Bodenbildung.