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Hydrogeologische Verhältnisse im Einzugsgebiet des Wasserwerkes Riemeisterfenn (Berlin-Wilmersdorf)

Gocht, Werner

Kurzfassung

Im Mittelpunkt einer halbtägigen Exkursion am 12. Oktober 1967 stand der Besuch des jüngsten Berliner Wasserwerkes am Riemeisterfenn, das 1955 in Betrieb genommen wurde. Alle technischen Anlagen sind damals mit großem Kostenaufwand unter die Erdoberfläche gelegt worden, um den Charakter des umliegenden Landschaftsschutzgebietes zu wahren. Bei einer Spitzenleistung von 20 000 m3/Tag verfügt das Werk über einen rund 28 m tiefen Horizontalfilterbrunnen mit 13 Filtersträngen, aus dem das Grundwasser mit 2 Tauchpumpen gefördert wird. Die Wasseraufbereitung geschieht hauptsächlich durch Belüftung mit Flachverdüsung und anschließender Reinigung in 6 Schnellfiltern, die insgesamt ein Leistungsvermögen von 850 m3/h besitzen. Das Werk Riemeisterfenn gehört zu den kleinen Betrieben der (West-) Berliner Wasserwerke, die zusammen über eine Kapazität von 880 000 m3 pro Tag verfügen. Es beliefert lediglich die Villenvororte in der näheren Umgebung und dient zur Abdeckung hoher Verbrauchsspitzen in Sommermonaten.