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Die Randfazies des Buntsandsteins im Schwarzwald

Ortlam, D.

Kurzfassung

Der Buntsandstein des Schwarzwaldes ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts einer der Eckpfeiler für die Gliederung des Buntsandsteins von Süddeutschland. Bereits F. v. SANDBERGER (1864) entdeckte im Gebiet von Karlsruhe/Durlach-Ettlingen den stratigraphischen Wert des Karneol-Horizontes an der Grenze Mittlerer/Oberer Buntsandstein. Seine Gedankengänge wurden durch H. v. ECK (1875, 1884 a und b) und W. FRANTZEN (1884) für Süd- bzw. Norddeutschland aufgenommen und weiterverfolgt. Schließlich gelang es K. SCHNARRENBERGER (1914, S. 14) zum erstenmal, ein Licht auf die Genese des Karneol-Horizontes zu werfen, indem er sich in den Erläuterungen zu Bl. 7017 Königsbach für eine fossile Landoberfläche aussprach. Später wurde diese Annahme durch die umfangreichen Untersuchungen A. STRIGELS (1922) und E. HILDEBRANDS (1924, 1929) weiter gefestigt und unterstrichen. Der Schritt von der fossilen Landoberfläche zur fossilen Bodenbildung gelang E. MÜLLER (1954) an der Violetten Grenzzone des Saarlandes und schließlich J. PERRIAUX (1961) an zwei Violetten Horizonten im höheren Buntsandstein der Vogesen.