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Bruch- und Dehnungstektonik im östlichen Rheinischen Schiefergebirge als Auswirkung des Oberrheingrabens

Stengel-Rutkowski, Witigo

Kurzfassung

1. Einleitung Der Oberrheingraben endet im Norden unvermittelt am Rheinischen Schiefergebirge. Nach CLOOS (1939, S. 450) gabelt sich der Großgraben hier, ähnlich anderen von ihm beschriebenen Großgräben auf der Erde, in zwei schmalere Teilgräben oder auch Dislokationszonen, von denen die eine nach Nordnordosten über die Hessische Senke und den Vogelsberg nach Norddeutschland, die andere verhältnismäßig flach über das Mittelrheingebiet nach Nordwesten in die Niederrheinische Bucht überleitet. Abgesehen von einer deutlichen, aber sehr schmalen Dehnungsfuge, der Idsteiner Senke, die das Schiefergebirge in nordwestlicher Richtung durchschneidet, bleiben scheinbar Taunus, Lahn-Dillgebiet und östliches Sauerland von der Taphrogenese ausgespart.