Original paper

Paläogeographische Probleme der Mitteldeutschen Schwelle

Henningsen, Dierk

Kurzfassung

Zusammenfassung Die typischen paläozoischen Grauwacken des südöstlichen Rheinischen Schiefergebirges sind von der Mitteldeutschen Schwelle abzuleiten. Ihr Auftreten in verschiedenen Stufen des Devons und Unterkarbons zeigt, daß von einzelnen Schüttungszentren jeweils kurzzeitig, insgesamt aber über eine längere Zeitspanne hinweg Material in das nordwestliche Vorfeld der Schwelle geliefert wurde. Es ist kaum möglich, die genaue Umgrenzung dieser Schüttungsgrenzen anzugeben. Wahrscheinlich reichten sie nach Norden und Süden über das meist angenommene Verbreitungsgebiet der Mitteldeutschen Schwelle hinaus. So werden die Herkunftsgebiete der Kristallin-führenden Konglomerate und Grauwacken von Vogesen, Schwarzwald und Frankenwald als Aufragungen des prävariszischen kristallinen Untergrundes angesehen, zu dem auch die Mitteldeutsche Schwelle gehörte.

Abstract

The typical Paleozoic greywackes of the southeastern Rhenish Schiefergebirge are Sediments from the Mitteldeutsche Schwelle (Central German Ridge). Their occurrence in various strata of Devonian and Lower Carboniferous age indicates that the Mitteldeutsche Schwelle has supplied detrital material intermittantly into a northwestern trough over a long Span of time. Yet the Mitteldeutsche Schwelle should not be considered as a slender continous ridge but as an assemblage of individual source areas. It is difficult if not impossible to locate exactly the outlines of these source areas. Probably some of them have been situated beyond the boundaries of the Mitteldeutsche Schwelle as it is drawn usually. So it may be assumed that the Paleozoic conglomerates and greywackes of the Schwarzwald, the Vogesen and the Frankenwald must be derived from isolated source areas, that have been peaks of the same Prevaristic crystalline substratum the Mitteldeutsche Schwelle belonged to.