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Strukturelle Beziehungen im Strandza-Antiklinorium (SE-Bulgarien)

Savov, Sava

Kurzfassung

Die neuesten Untersuchungen charakterisieren das Strandza- und Sakargebiet als kimmerischen Kern des jungalpidischen (laramischen) Strandza-Antiklinoriums (BONCEV, SAVOV & CATALOV 1969). Letzteres und das ihm unmittelbar nördlich vorgelagerte Burgas-Synklinorium befinden sich im Bereich der Srednogorischen Strukturzone. In Übereinstimmung mit der angenommenen Queranordnung des Landes befinden sich diese beiden primären tektonischen Einheiten in den Grenzen des Ostbulgarischen Megablocks (BONCEV 1966, 1971). Das Antiklinorium liegt im östlichen Teil des Thrakischen Massivs, das im Strandza- und Sakargebiet während des Paläozoikums und des Altmesozoikums einer starken tektonischen Beanspruchung unterworfen war. Das Strandza-Antiklinorium ist eine kompliziert aufgebaute Struktur mit asymmetrischem Bau nach dem srednogorischen (laramischen) Strukturplan. Sein Südschenkel ist entlang dem Marica-Tiefenbruch nicht ausgebildet. Es wird von Tiefenbrüchenzonen begrenzt. Im Süden grenzt es mit der Marica-Bruchzone an das Rhodopemassiv und die Tertiärdepression von Ergene. Die Westgrenze wird von der Tvârdica-Linie gebildet, die die Zentralsrednogorie von der Ostsrednogorie trennt. Die Nordstrandza-Flexur mit ihren Brüchen ist als Grenze zum Burgas-Synklinorium anzusehen. Der südöstliche Ausläufer des Antiklinoriums wird vermutlich auch von Bruchsystemen mit Tiefencharakter begrenzt.

Keywords

Antilclinoriumalpid. TektonikBruch-System (Schollenbau)geophysikal. Karte Bulgarien (Strandza-Antiklinorium)