Original paper

Geochemische Untersuchungen an Bimsen von Santorin (Ägäis)

Puchelt, Harald; Schock, H. H.

Kurzfassung

Die Santorin-Vulkane haben mehrfach in ihrer Geschichte mehr oder weniger mächtige Bimslagen geliefert (GÜNTHER 1972), die zum Teil nicht nur auf der Insel selbst, sondern auch in Kernen vom Meeresboden des östlichen Mittelmeeres angetroffen werden (NINKOVICH & HEEZEN 1965). Speziell die letzte Bimseruption um 1500 v. Chr. hat durch ihr Ausmaß und ihre Auswirkung auf die minoische Kultur besondere Bedeutung für die Archäologie dieses Raumes (MARINATOS 1939). Während die Petrographie der Bimse von GÜNTHER (1972) umfassend bearbeitet wurde, ist ihre chemische Zusammensetzung nur durch wenige Analysen bekannt (z.B. NINKOVICH & HEEZEN 1967; KELLER 1971; GÜNTHER 1972). über Spurenelementgehalte existieren nur vereinzelte Daten (Sr und Rb). Wegen der Bedeutung der Bimse für die Rekonstruktion der Entwicklung des Vulkanismus der Santorininselgruppe und die Korrelation von Bimslagen in Sedimentkernen des östlichen Mittelmeeres wurde eine große Zahl von Bimsproben auf Haupt- und Spurenelemente analysiert. Zur Prüfung von Zusammensetzungsschwankungen innerhalb eines Eruptionszyklus, wie sie z. B. von NOBLE et al. (1969) beschrieben worden sind, wurden zwei Profile der mächtigen Bimsfolgen Bo und Bu mit größerer Probenzahl untersucht. Material von Kernen, die südöstlich von Santorin aus etwa 150 m Meerestiefe genommen wurden, und Material aus Italien und der Ostägäis wurde zu Vergleichszwecken mit analysiert.

Keywords

BimsKalkalkali-Typchem. AnalyseSpuren-Analyse Griechenland (Santorin)