Original paper

Zum tektonischen Bau der östlichen Essener Hauptmulde und ihrer begleitenden Sättel

[On the Tectonic Structure of the Eastern Essen Major Syncline and its Accompanying Anticlines]

Kunz, Erwin

Kurzfassung

Der tektonische Bau der östlicher Essener Hauptmulde wird an Hand ausgewählter Beispiele charakterisiert. Die Untersuchungen begannen in der durch den Steinkohlenbergbau gut erschlossenen Zone. Es zeigte sich, daß die Falten über mehrere bis viele Kilometer im Streichen zu verfolgen, sind, dann aber im Vergleich dazu relativ rasch auslaufen. Dieses Auslaufen ist fast immer unbeeinflußt von den überquerten Abschiebungen, d. h. von der Schollentektonik. In seltenen Fällen können ausklingende Falten beiderseits einer Abschiebung abrupt unterschiedlich bedeutend und unterschiedlich ausgestaltet sein, nicht jedoch an einer Abschiebung völlig neu einsetzen. Falten verschiedenster Größenordnungen (zehn Meter bis wenige Kilometer Wellenlänge) laufen zum Hangenden häufig über eine Zone mit Überschiebungen und kleineren Spezialfalten in flache Lagerung aus. Die Untersuchungen wurden auf den Explorationsbereich, der zur Zeit durch seismische Messungen und Bohrungen erkundet wird, ausgedehnt. Durch Auswertung dieser Ergebnisse und durch Anwendung der aus der Bergbauzone bekannten Regelmäßigkeiten des Gebirgsbaues konnten die Veränderungen der dortigen Falten im Streichen und zur Teufe und ihre Verbindungen untereinander relativ gut projiziert werden.

Abstract

The tectonic Structure of the eastern Essen major syncline is characterised by selected examples. The investigations began in the zone well disclosed by the coal mining industry. It became evident, that the folds can be followed in striking about several to many kilometers, but then in comparison run out relatively quick. This running out is nearly ever uninfluenced by the crossed downthrown faults, that means by block tectonics. In rare cases running out folds can abruptly be different important and different modelled on both sides of a downthrown fault, but they cannot originate on a downthrown fault. Folds of most different magnitudes (wave-lenghs of ten meters to few kilometers) run out to the top very often by a zone with overthrusts and smaller special folds into flat bedding. The investigations became extended to the exploration area, which gets explored at present by seismology arid bore holes. By interpretation of these results and by use of the regularities, known from the zone of mining, the alternations of the folds there in striking and to the depth and their connections among one anothet could be projected relatively good.

Keywords

Synclinegeometryfolddiprunning outinfluencefault Rhenish-Westphalian Basin (Ruhr region)