Original paper

Künstliche Grundwasseranreicherung - Bericht über das Internationale Symposium vom 14.-18. Mai 1979 in Dortmund -

[The Mining Exploration Work for Uranium Ore of GEWERKSCHAFT BRUNHILDE]

Michel, Gert; Schmidt, Karlheinz

Kurzfassung

1. Thema Künstliche Grundwasseranreicherung hat zunächst einmal etwas mit Grundwasser zu tun. Grundwasser ist laut neuestem DIN-Entwurf "unterirdisches Wasser, dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird und das zusammenhängende Hohlräume der Erdrinde lückenlos ausfüllt." Grundwasser ist aber aus der Sicht der Trinkwassergewinnung gleichzeitig auch ein Qualitätsbegriff, denn laut DIN 2000 haben sich die Güteanforderungen an das abzugebende Trinkwasser im allgemeinen an den Eigenschaften eines aus genügender Tiefe und aus ausreichend filtrierenden Schichten gewonnenen Grundwassers zu orientieren. Im Gewässerschutz nimmt das Grundwasser deshalb mit Recht eine Vorrangstellung ein. Die sich hieraus für die künstliche Grundwasseranreicherung ergebenden Probleme wurden deutlich anläßlich den Beratungen bei der Europäischen Gemeinschaft über die Richtlinie zum Schutz des Grundwassers gegen Verschmutzung durch bestimmte gefährliche Stoffe. Sie dokumentieren sich aber auch in der Tatsache, daß die Abwasserlandbehandlung von vielen Fachleuten nur ungern mit der Grundwasseranreicherung in Verbindung gebracht wird. Der Vorgang der Anreicherung besagt nach allgemeinem Sprachgebrauch eigentlich, daß sich etwas an einem Ort in höherer Konzentration ansammelt, als es in der Umgebung vorhanden ist. Dieser Begriffsinhalt trifft aber für die künstliche Grundwasseranreicherung nur in Ausnahmefällen zu, denn diese dient zumeist der Ergänzung eines durch Entnahme bereits verringerten Grundwasservorkommens. Der englische Ausdruck "artificial recharge of groundwater" oder die französische Bezeichnung "réalimentation artificielle de la nappe souterraine" beschreiben da schon eher den tatsächlichen Vorgang. Das Wort künstlich ist hier historisch zu erklären, davon wird im ersten Vortrag der Tagung noch die Rede sein. Es ist aber heutzutage etwas irreführend, denn es sind ja gerade die natürlichen Reinigungsprozesse, die die Vorteile der künstlichen Grundwasseranreicherung ausmachen. Es liegt mir fern, für das Objekt dieser Tagung einen neuen und vielleicht passenderen Namen zu suchen. Im Sinne dieses Symposiums möchte ich aber den Begriff "künstliche Grundwasseranreicherung" definieren als eine vom Menschen ausgehende Vermehrung der aus einem bestimmten Grundwasserleiter in der Zeiteinheit gewinnbaren Wassermenge (aus der Eröffnungsansprache von Kh. SCHMIDT).

Abstract

The mining exploration work for uranium ores done by GEWERKSCHAFT BRUNHILDE started in 1958 in the neighbourbhood of Ellweiler, near Birkenfeld/Nahe. In the following time additional uranium occurences were explorated by Underground mining in Rheinland-Pfalz, in the southern Black Forest near Menzenschwand and in the east bavarian border region in the area of Mähring/Opf., near Tirschenreuth. The uranium ores produced by this mining exploration work were sent to the Ellweiler uranium mill of GEWERKSCHAFT BRUNHILDE for milling. A heap leaching pilot plant was built near Mähring for leaching of low grade uranium ores.

Keywords

Company (Gewerkschaft Brunhilde)prospectingUexploitationleachingdump Saar-Nahe Basin (Ellweiler)South-West German Massifs (Menzenschwand/Schwarzwald)Bavarian Massif (Mähring) TK 25: Nr. 604163088114