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Endlagerung aus der Sicht kanadischer Erfahrungen im Kalibergbau

Baar, Clemens A.

Kurzfassung

Die kanadische Provinz Saskatchewan verfügt über hochwertige Sylvinit-Lagerstätten in den mitteldevonischen Prairie Evaporites. Außer den Sylviniten sind große Carnallit-Lager bekannt, die jedoch bisher nicht in Abbau genommen worden sind. Die Prairie Evaporites erstrecken sich von North Dakota im nördlichen Mittelwesten der Vereinigten Staaten bis in den Arktischen Ozean zwischen dem kanadischen Schild im E und den Rocky Mountains im W. Kalisalze sind nur in Saskatchewan und in kleinen Randgebieten vorhanden. Zur Zeit werden 9 Tiefbau-Bergwerke in 950 - 1250 m Teufe neben einem Aussol-Betrieb in noch größerer Teufe betrieben. In der deutschsprachigen Fachliteratur sind Befürchtungen verbreitet, daß die Wasserführung des Deckgebirges den Sylvinit-Abbau sehr schwierig gestalten würde und den Verlust von konventionellen Bergwerken verursachen könnte. Solche Befürchtungen haben sich bisher als unbegründet erwiesen. Allerdings sind in fast allen Bergwerken Einbrüche von Formationswässern vorgekommen; sie erzeugten vorübergehende Panik-Stimmungen. Bei den meisten Einbrüchen handelte es sich um Magnesiumchlorid-Lösungen, wie sie auch aus dem deutschen Kalibergbau bekannt sind; solche Lösungen werden in der älteren Fachliteratur als Urlaugen bezeichnet. Wie in Deutschland nahmen auch in Saskatchewan die Zuflußmengen schnell ab und zeigen an, daß es sich um devonische Lösungen handelt, die aus unbekannten Gründen örtlich in isolierten Speichern festgehalten worden sind.

Keywords

PotashsylvinevaporiteMiddle Devonianformation waterminestabilityradioactive wasteUnderground storage Canada