Original paper

Stratigraphie und Tektonik des Zechsteins im Salzstock Gorleben auf Grund von Bohrergebnissen

[Stratigraphy and Tectonics of the Zechstein in the Gorleben Salt-dome Based on the Results of Drillings.]

Bornemann, Otto

Kurzfassung

Vier Tiefbohrungen und 30 Salzspiegelbohrungen werden mit ihren Ergebnissen vorgestellt. Zwei Tiefbohrungen (Gorleben 1003 und 1002) erkundeten die NW-Flanke und zwei weitere (Gorleben 1004 und 1005) die SE-Flanke des Salzstockes. Die Tiefbohrungen erreichten die Endteufe von ca. 2000 m. Die 30 Salzspiegelbohrungen dienen zur Erkundung des Hutgesteins und zur geologischen Kartierung im Salzspiegel-Niveau. Sie reichen nur wenige Meter in den Salzstock hinein. Die Auswertung der erbohrten Kerne ergab ein nahezu geschlossenes Schichtenprofil der im Salzstock zu erwartenden Salzgesteine vom Zechstein 2 (Staßfurt-Steinsalz) bis zum hohen Zechstein 4 (Tonbrockensalz). Die Schichten stimmen mit jenen im hannoverschen Raum beschriebenen überein. Es gibt jedoch, in Anbetracht der Entfernung, fazielle Abweichungen in den einzelnen Schichtgliedern. Wie erwartet wurden in allen Bohrungen komplizierte Lagerungsformen der Schichtfolgen angetroffen, d.h. es liegt eine intensive Verfaltung vor. Durch die Bearbeitung der Schichtfolgen, der orientierten Bohr kerne und der elektromagnetischen Bohrlochreflexionsmessungen gelang es, den Zusammenhang der Schichtenfolgen zu rekonstruieren, um somit Hinweise auf den Bauplan des gesamten Salzstocks zu erhalten.

Abstract

Interpretations of more than 30 drillings in the Gorleben area are presented. Two drillings (Gorleben 1003 and 1002) are located on the northwestern and another two (Gorleben 1004 and 1005) on the southeastern flank of the salt-dome. The drillings reached a depth up to 2000 m. 30 drillings which reached the top of the dome have been executed to explore the composition and the structure of the cap rock and to compile a geologic map of the salt-mirror. The interpretations of the cores led to a nearly complete profile of saltrocks from Zechstein 2 up to the upper Zechstein 4. In comparison with profiles from the Hannover area there are only a few differences in regard to the distance. Complicated structures have been recognized in all drillings, thus demonstrating an intensive folding. Investigations of the profiles and orientated cores as well as electromagnetic reflection measurements allowed to recognize the structure of the salt-dome.

Keywords

Salt domesdrilling