Original paper

Zum Innenbau der Salzstruktur Asse)

[Interior Structure of the Asse Salt Structure]

Essaid, Said; Klarr, Konrad

Kurzfassung

Durch ein untertägiges Kernbohrprogramm konnte die Kenntnis über die marinen Schichtenfolgen und den Innenbau der Salzstruktur Asse vertieft werden. Die Ausbildung der salinaren Folgen weicht von derjenigen im zentralen Teil des norddeutschen Zechsteinbeckens ab. Dies gilt insbesondere für den Übergangsbereich vom Staßfurt-Hauptsalz zum carnallitischen Kaliflöz Staßfurt mit der Zunahme eines Polyhalitgehaltes im oberen Teil des Staßfurt-Hauptsalzes, dem Auftreten eines sehr reinen Speisesalz-Horizontes und der örtlichen Sedimentation des ebenfalls nur von der Schachtanlage Asse II bekannten Tonliniensalzes. In einer Muldenumbiegung konnten lokal ein polyhalitisches Hartsalzlager im Hangenden des Staßfurt-Carnallitites sowie die bisher in der Asse als nicht vorhanden geltenden Schichtglieder Decksteinsalz und Gebänderter Deckanhydrit durch Bohrungen nachgewiesen werden. Auch die Leine-Serie ist durch lithofazielle Besonderheiten gekennzeichnet. So fehlen in ihr jegliche Kaliflöze; statt dessen tritt vom Bereich des Ronnenberg-Horizontes bis in den des Bank- und lokal auch den des Bändersalzes hinein ein bemerkenswerter Polyhalitanteil auf. Alle acht Anhydritmittel konnten nachgewiesen werden. Das Schwaden- und das Tonmittelsalz sind sehr ähnlich ausgebildet. Während auf der Nordwestflanke die Aller-Serie normal in den Unteren Buntsandstein übergeht, hat sich an der Südwestflanke das Rötsalinar dem Zechstein angeschmiegt und sich mit ihm vereinigt. Das Röt-Alter wurde durch lithostratigraphische Vergleiche, Schwefelisotopenbestimmungen und palynologische Befunde nachgewiesen.

Abstract

Knowledge of the saline sequences and the interior structure of the Asse has been increased as a result of an underground core drilling programme. The lithological fades of the evaporite series generally differs from that in the central region of the North German Zechstein Basin. This is evidenced in particular for the late Zechstein 2 by an increase in polyhalite content in the upper part of the "Hauptsalz", the existence of a very pure overlying rock salt seam and the local sedimentation of the so called "Tonliniensalz". In a synclinal bend a locally limited polyhalitic potash seam above the carnallitic Staßfurt seam was found by core drilling. "Decksteinsalz" and "Gebänderter Deckanhydrit" whose presence were hitherto unknown, were also detected. In addition Zechstein 3 is characterized by special lithological facies. Potash seams do not exist in this series. Instead, a significant polyhalite content occurs in the upper part of the early Zechstein 3. At the base of the late Zechstein 3 all eight "Anhydritmittel" banks were exposed by core drilling. At the northeastern flank of the Asse, the Zechstein 4 is normally overlain by Lower Buntsandstein. At the southwestern flank, on the contrary, the evaporites of the Upper Buntsandstein are joined to those of the Zechstein. The Upper Buntsandstein is dated by lithostratigraphical comparison, sulphur-isotope analysis and palynological associations.

Keywords

Mine Assesalt domesZechsteinBunter (Roet)evaporiteslithofaciesstructural typessectionscorespalynology North-German-Mesocoic-Hills (Asse) Niedersachsen N 520800 N 521000 E 0104100 E 0103800