Original paper

The Stratabound Sulphide Mineralisation of Syros (Cyclades, Greece)

Melidonis, Nicolaos Georgin; Constantinides, Demetrios Costa

Kurzfassung

Die gemischten Sulfiderze (polymetallische Erze) der Insel Syros (Cycladen) sind mit geologischen, mineralogisch-petrographischen und physikalisch-chemischen Methoden untersucht worden. Die Gesteine, aus welchen Syros besteht, gehören zu zwei Gruppen: a) den Metamorphiten, zu welchen auch einige metamagmatische Gesteine gehören und b) den jüngeren Sedimenten. Erstere, die über 90 % der Oberfläche der Insel bedecken, gehören zu den Unterfazien der Grünschiefer- und der Glaukophanfazies. Die Tektonik der Insel ist gekennzeichnet durch Brüche mit NW- und NE-Streichen, Falten und in beschränktem Maße Überschiebungen. Zwei primäre Vererzungstypen werden unterschieden: - der disperse und - der massive. Die disperse Vererzung kommt in allen Metamorphiten vor und folgt ihrer Schieferung. Die massive Vererzung ist auf die Kontakte zwischen Schiefern und Marmoren und auf geschieferte Gesteine beschränkt. An mineralische Hauptbestandteile der Metallparagenese treten auf: Pyrit (und Melnikovit), Zinkblende und Bleiglanz, als Begleiter Kupferkies, Pyrrhotit, Magnetit, Hämatit, Markasit, Arsenkies, Tetraedrit, Tennantit, Bismutglanz, Cosalit, Bornit und Musketoffit. Die Genese der primären Erzkonzentrationen ist die Folge der selben metamorphen Prozesse, die zur Bildung ihrer Trägergesteine und ihrer Rahmen führte. Es handelt sich also um metamorphisierte Erze, die im Rahmen von wenigstens zwei Zyklen regionaler Metamorphose entstanden sind. Die Bildungstemperatur der Minerale der Hauptvererzung ist die der Glaukophan-Grünschiefer-Fazies. Das ergibt sich unter anderen auch aus dem Auftreten von "Zinkblendesternchen" als Entmischungen im Kupferkies. Es scheint, daß die primären Erzmineralien sedimentär-charakters waren, mit sehr niedrigen Bildungstemperaturen. Das Hauptargument dafür ist das Auftreten von Resten von Gelstrukturen (Melnikovitpyrit). Es wird ferner die Frage diskutiert, ob die primären Erze zum Sedimentationsbecken über den "normalen Weg" (Erosion-fluviatiler Transport-Sedimentation) oder über Fumarolen und/oder heiße Lösungen magmatischen Ursprungs gelangten.

Abstract

The mineral deposits of mixed sulphides (polymetallic ores) of the island of Syros (Cyclades) have been studied by geological, mineralogical - petrographical as well as physico-chemical methods. The rocks forming the geological structure of Syros belong to two groups, i.e. the metamorphic, which includes also some metamagmatic rocks and the group of younger sediments. Those of the first group, making up more than 90 % of the area of the island, belong to various subfacies of the Greenschist facies and to the Glaucophane-schist facies. The tectonic structure of the island is made up of faults, of NW and NE trend, folds and, on a restricted scale, of overthrusts. The types of primary mineralization can be distinguished into:

Keywords

Stratabound depositmetamorphic rocksgreenschist fadesglaucophane schist faciesmarbleRhaetianJurassicmineral deposit genesissedimentary processesmetallogenydisseminated depositmassive depositpolymetallic oressulfidesiron oresl