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Zum Jura der nordwestlichen Keltiberischen Ketten

Errenst, Christoph; Mensink, Hans; Mertmann, Dorothee; Schudack, Michael; Visser, Hendrik

Kurzfassung

Beiträge über den Jura der nordwestlichen Keltiberischen Ketten sind ein Ausschnitt und Teilergebnisse der sedimentologischen und paläogeographischen Forschungen, die die Arbeitsgruppe Paläontologie des Geologischen Institutes der Ruhr-Universität derzeit mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft neben stratigraphischen und paläontologischen Untersuchungen durchrührt. Die Abb. 1 bietet ein Schema über die Gliederung der Juraprofile sowie eine Übersicht über alle im Augenblick laufenden Arbeiten im Untersuchungsgebiet. Dieses erstreckt sich in den Provinzen Burgos, Logroño, Soria und Zaragoza nördlich des Rio Jalón zwischen dem Ebro- und Duerobecken (Abb. 2) und umfaßt die Sierra de la Demanda, die Sierra de los Cameros, die Sierra del Madero und den Ebrobeckenrand zwischen Jubera und Ricla (Abb. 2). Das besondere Augenmerk gilt den Carniolas (dieser Beitrag behandelt auch Profile bei Sigüenza) und den Schichtfolgen zwischen der Lias/Dogger-Wende und der Jura/Wealdengrenze. Bis auf die Darstellung MENSINK & MERTMANN geschehen alle Untersuchungen im Rahmen von Dissertationen. Diese werden in Kürze in umfangreicheren Darstellungen veröffentlicht. Die Vergleiche mit den Nachbargebieten basieren auf Auswertungen der Literatur sowie auf Erkenntnissen von Studenten-Exkursionen, insbesondere in Nord-Spanien. Wir konnten hierdurch unsere Daten in einen größeren Rahmen stellen. Das Arbeitsgebiet erweist sich in seiner paläogeographischen Position als Schlüsselgebiet zur Beurteilung der Meeresspiegelschwankungen im Keltiberikum zwischen der Tethys und dem Basko-Kantabrischen Jurameer. In der eingeengten Meeresstraße zwischen den Massiven des Ebro bzw. der Meseta wirkten sich die tektono-eustatisch bedingten Meeresspiegelschwankungen so aus, daß die karbonatische Plattformsedi-