Original paper

Grundwasserbewirtschaftung und Isotope

[Groundwater Management and Isotopes]

Geyh, Mebus A.; Michel, Gert

Kurzfassung

Der Nutzen isotopenhydrologischer Analysen bei der Lösung wasserwirtschaftlicher Aufgaben des Hydrogeologen wird anhand von zwei Fallstudien behandelt. Das in einer Subrosionssenke im Wesertal bei Höxter erschlossene sehr junge Süßwasser erwies sich nach den Isotopendaten als aus dem Muschelkalk stammend und widerlegte die ursprüngliche hydrogeologische Vorstellung, daß das Einzugsgebiet im weit gestreckten Solling liegt. Die zweite Fallstudie bezog sich auf das in Paderborn genutzte Grundwasser im bedeckten Karst, das bisher als eine Mischung aus Jahrtausende und mehrere Jahrzehnte alten Grundwässern verstanden wurde. Die neuesten Isotopenzeitreihen wiesen nach längeren Perioden mit Niederschlagsdefiziten nun auch eine nur wenige Monate alte Komponente nach, so daß bisher nicht notwendig erachtete Schutzmaßnahmen zu überlegen sind.

Abstract

The potential of isotope hydrological analysis for assisting the hydrogeologist in groundwater management is demonstrated in two case studies. According to the stable isotope composition the very young groundwater from a subrosion basin in the Weser-river valley stems from a karst area instead of the sandstone of the Solling mountains assumed initially. The other case study is related to karst water used for the drinking water supply and proved to be a mixture of waters with an age range from years to millennias. Stable isotope time series proved now that after periods with a precipitation deficit also groundwater with a mean residence time of only months is accessible. Hence, measures for protection of these ressources may become necessary.

Keywords

Groundwater managementisotope hydrochemistrycase studiesage of waterorigin of groundwaterkarst aquifers North German Mesozoic HillsWeser River valleyPaderbornNorth-Rhine WestphaliaLower Saxony TK 25: Nr. 42184222