Original paper

Über die Notwendigkeit einer Korrektur bei kluftstatistischen Aufnahmen, die Berechnung des mittleren Kluftabstandes und die Darstellung des Zerklüftungsgrades

[On the Need for a Corrective in Joint Statistic Surveys, the Calculation of the Mean Joint Spacing and the Demonstration of the Jointing Grade]

Weiss, Eberhard Georg

Kurzfassung

Die Darstellung des Kluftsystems nach herkömmlichen Methoden ist mit einer Verzerrung der wahren Gegebenheiten verbunden, deren Stärke von dem Winkel zwischen den Aufschlußwänden und der Lage dieser Wände gegenüber den Kluftrichtungen bestimmt wird. Eine Korrekturtabelle sowie zwei abgeleitete Formeln erlauben es, diese Fehler zu berichtigen. Für die Bestimmung der mittleren Kluftabstände wird eine Formel vorgestellt, deren Vorteil darin liegt, daß zwei Aufschlußrichtungen und somit eine höhere Anzahl an Klüften in die Berechnung eingehen, wodurch ein genaueres Ergebnis als bisher zu erwarten ist. Ein Diagramm ermöglicht die graphische Darstellung des Zerklüftungsgrades. Die Anforderungen an die Mathematikkenntnisse werden bewußt niedrig gehalten und gehen kaum über die Schulmathematik hinaus, so daß auch dem mathematisch weniger bewanderten Leser die Möglichkeit gegeben ist, die vorgestellten Verfahren anzuwenden. LA POINTE & HUDSON (1985) behandeln die bei kluftstatistischen Aufnahmen auftretenden Probleme sehr ausführlich, wobei jedoch ein tiefgreifendes mathematisches Wissen vorausgesetzt wird.

Abstract

The present methods of reckoning joint systems lead to distortions in the calculations. The strength of these distortions is determined from the angle between the walls of the quarry and the relation of these walls to the directions of the jointing. A corrective table, as well as two formulas, make it possible to correct these errors. To calculate the mean joint spacing, a formula is offered which has the advantage that two walls of a quarry, and with this a higher proportion of joints, are taken into consideration. As a result a more exact result can be obtained. A diagram enables us to demonstrate the jointing grade. The mathematical knowledge required is purposely kept to a minimum and is scarcely over and above that required in school. As a result the process can be applied by those unaquainted with higher mathematics. LA POINTE & HUDSON (1985) deal in great detail with the problems that arise in undertaking joint static surveys but they presuppose a knowledge in advanced mathematics.

Keywords

Joint statistic surveyscorrectionscalculationmean joint spacingjointing gradegraphic methods