Original paper

Chemiesorption als natürliche hydrologische Barriere

[Chemical Sorption as a Natural Hydrogeological Barrier]

Käss, Werner

Kurzfassung

In einem Versuchsfeld im südlichen Oberrheintal wurden mehrere Markierversuche im dortigen Porengrundwasser durchgeführt. Neben Uranin wurden vergleichsweise auch Salze eingesetzt, um deren Verhalten im Grundwasserstrom zu untersuchen. Vor allem die gegenüber dem quasi-idealen Markierungsmittel Uranin verzögert verlaufenden Durchgangskurven von Lithium-, Rubidium- und Caesium-Kationen werden hier behandelt und betrachtet. Die Sorptivität von Ionen ist vom Ionenradius und von der Ladung abhängig. Im Schadensfall stellt eine hohe Ionensorptivität eine wirksame hydrogeologische Barriere dar.

Abstract

In a testfield in the southern Upper Rhine Valley some tracing tests were carried out in the pore aquifer. Besides uranine as a quasi-ideal tracer different salts were comparatively injected. The reason for these investigations was the observation of the passage of lithium, rubidium and caesium in comparison to uranine. The results of these and other field tracing tests allow a prediction of ionisated substances in cases of spills.

Keywords

Testfieldtracer (Uranin)cationsLiRbCssorptionhydrological barrier Upper Rhine Valley (Merdingen/Kaiserstuhl)Baden-Württemberg TK 25: Nr. 7912