Original paper

Stratigraphische Gliederung der Z2-(Staßfurt-)Salzfolge in den Niederlanden: Beschreibung und Anwendung bei der Interpretation von halokinetisch gestörten Sequenzen

[Stratigraphical subdivision of the Z2-(Staßfurt) Salt sequence in the Netherlands: Description and application at the interpretation of sequences affected by Halokinesis]

Geluk, Mark

Kurzfassung

Regionale Studien des Zechsteins mit Hilfe geophysikalischer Bohrlochmessungen in den nördlichen Niederlanden und den angrenzenden Gebieten der Nordsee haben gezeigt, daß im Z2-(Staßfurt-)Salz eine regionale Zyklizität besteht. Aufgrund von in Gammaray- und Sonic-Logs sehr gut erkennbaren Polyhalit-Bänken kann das Salz in drei Großzyklen gegliedert werden. Eine weitere Gliederung in Feinzyklen innerhalb des mittleren Großzyklus ist ebenfalls regional zu verfolgen. In den Bohrlochmessungen unterscheiden sich die einzelnen Zyklen gut voneinander. Die Zyklizität wird als isochron und durch Schwankungen in der Salinität im niederländischen Teil des Zechstein Beckens entstanden angesehen. Die Polyhalite entsprechen vermutlich primären Ausscheidungen, gebildet unter Einfluß der Einströmung von Meerwasser. Die Kenntnis der Zyklizität des Z2-Salzes kann bei der Interpretation von halokinetisch gestörten Sequenzen, die überwiegend aus Z2- und Z3-Salz aufgebaut sind, angewendet werden. Diese Sequenzen werden durch Schichtausfälle, vor allem des Hauptanhydrits, des Plattendolomits und des Grauen Salztons gekennzeichnet; dadurch ist eine Stratigraphische Trennung der Salzfolgen nicht einfach möglich. Die Zyklizität des Z2-Steinsalzes ermöglicht die Stratigraphische Identifikation auch von halokinetisch gestörten Teilfolgen. Bei Salzstrukturen kann man durch Anwendung des vorgeschlagenen kleinzyklischen Gliederungsprinzips einen ersten Eindruck des Innenbaus erhalten.

Abstract

Regional studies of the Zechstein Group, based on wireline logs, in the northern Netherlands and the adjacent North Sea areas displayed a regional cyclicity within the Z2 (Staßfurt) Salt. Based on the occurrence of polyhalite beds, this salt section can be divided into three main cycles. These polyhalite beds can be recognized well on wireline logs. A further subdivision in three subcycles within the Middle Salt cycle can also be correlated regionally. The polyhalite beds are considered to be of primary origin, and to record marjor sea-water incursions in the evaporite basin. The cyclicity is regarded as isochronuous, and is attributed to salinity fluctuation in the Dutch part of the Zechstein Basin. The knowledge of this cyclicity of the Z2 Salt can be used in the interpretation of salt sequences which have been affected by halokinesis. These sequences are built up of predominantly Z2 and Z3 Salt, and characterized by the absence of marker beds such as the Main Anhydrite, Platy Dolomite and Grey Salt Clay. A good separation between the two salt formations was previously considered not be possible. The cyclicity of the Z2 Salt, however, allows the identification of the individual salt sequences in such cases. Within salt structures a first impression of the internal structure can be obtained by applying the proposed subdivision.

Keywords

Zechstein (Staßfurt Series)borehole sectionsgamma-ray logssonic logsevaporitespolyhalitecyclicitylithostratigraphysedimentary basinhalokinesis Netherlands