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Über Kalkführung des Eulengebirgsgneisses.

Sadebeck, Alexander

Kurzfassung

Dieser Gneiss ist im Allgemeinen sehr arm an Kalk. In der Litteratur findet sich nur eine Notiz in Karsten's Archiv Bd. III. von Zobel und v. Carnall, dass zwischen Langenbielau und Peterswaldau sich ein Kalklager befände. Redner legte Handstücke dieses weissen, grobkrystallinischen Kalksteins vor, welcher in Lagern im Gneisse regelmässig eingeschichtet vorkommt; die Lager erreichen mitunter eine sehr bedeutende Mächtigkeit. Besonders hervorzuheben ist, dass in dem Kalk keine Mineralien gefunden werden. Derselbe Kalkstein tritt in gleichfalls regelmässigen, jedoch weniger mächtigen Lagern bei Steinkunzendorf in der Silberkoppe auf, hier aber nicht im typischen Gneisse, sondern in einem Hornblendeschiefer, bestehend aus Hornblende und einem gestreiften Feldspath. Am Fusse desselben Berges kommt ein dichter, bläulicher Kalkstein vor mit Beimengungen einer mehr oder minder verwitterten Serpentin-artigen Masse. Ueber die Art des Vorkommens konnten wegen der Unzugänglichkeit des Bruches keine Beobachtungen angestellt werden. Ferner legte der Redner Granit aus Striegau in Schlesien vor, in welchem sich sehr schöne Octaëder von violblauem Flussspath befinden.