Original paper

Über H. Le Hon, Histoire complète de la grande éruption du Vésuve de 1631, Bruxelles, Mugenot 1866.

Roth, Justus

Kurzfassung

Diese aus den Quellen höchst sorgfältig zusammengetragene und durch die Ortskenntniss des Verfassers höchst lebendige Beschreibung des grossen Vesuvausbruches von 1631 ist begleitet von einer Karte im Maassstab von 1:25000, weiche in farbiger Darstellung sämmtliche seit 1631 ergossene Lavaströme enthält. Mühsame, während längerer Zeit an Ort und Stelle angestellte Untersuchungen haben es dem Verfasser möglich gemacht, eine geographische Darstellung zu liefern, welche in einzelnen Punkten, namentlich in Bezug auf die Lava von 1631, von den bisherigen traditionellen Angaben abweichend, zum ersten Male ein genaues Bild der seit jener Zeit ergossenen Laven giebt. Derselbe erinnerte bei Gelegenheit des Aeginetischen, kürzlich von Damour analysirten Vorkommens von Bauxit an die zuerst von Scheerer, später auch von Saemann und Pisani beobachtete Thatsache, dass Nephelin (und also wahrscheinlich auch ähnlich Silikate mit hohem Thonerdegehalt, wie namentlich Anorthit) bei der Verwitterung zerfallen können in gewisse Zeolithe und in Thonerdehydrat, das wie es scheint noch etwas Kieselsäure enthält. Mögen sich nicht alle Vorkommen von Bauxit durch diese Beobachtung erklären, so kann sie doch als Fingerzeig dienen für die Theorien, welche man über die Entstehung dieses merkwürdigen Minerals aufzustellen versucht. Derselbe legte ferner zur Ansicht vor die von ihm im Auftrage der Königlichen Akademie der Wissenschaften aus dem Nachlass von E. Mitscherlich herausgegebene Arbeit über die vulkanischen Erscheinungen in der Eifel. Aus dem längeren Vortrage, der den geologischen Bau der Eifel erörterte, soll hier nur hervorgehoben werden der Nachweis über die Verwandtschaft und Stellung der Eruptivgesteine der Tertiär- und Jetztzeit.