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Ueber den Enargit aus Mexiko und einen neuen Fundort des Berthierits.

Rammelsberg, C.

Kurzfassung

Im Jahre 1850 beschrieb Breithaupt (Poggendorff's Annalen Bd. 80 S. 383) ein neues Erz, welches zweigliedrig krystallisirt und nach einem Prisma von 98° 11' sehr vollkommen spaltbar ist. Er nannte es Enargit und gab als Fundort den St. Francisco-Gang zu Morococha im District Jauli der peruanischen Cordillere an, wo es auf Kupfer verhüttet wird. Später hat Dauber (Poggendorff's Annalen Bd. 92, S. 237) die Krystalle des Enargits genau gemessen, während Plattner (a. ob. a. 0.) das chemische Verhalten und die Zusammensetzung ermittelte, wonach Schwefel, Arsen und Kupfer die Bestandtheile des Minerals sind, dieselben Elemente, welche auch den begleitenden Tennantit bilden. Allein der Enargit ist nicht auf jenen Fundort beschränkt. Breithaupt vermuthet, dass er auch auf der Freiberger Grube Junge-hohe-Birke vorkomme, von welcher man das als Kupferblende bezeichnete Arsenfahlerz kennt; später analysirte Genth ein prismatisch spaltbares Erz aus Südcarolina (Brewers-Grube, Chesterfield Co, Am. J. of Sc. II Ser. XXXIII. 420), welches der Analyse nach Enargit sein muss; Taylor eins von der, Grube St. Anna in Neu-Granada (ibid. XXVI. 349), Field ein solches von Guayacana in Chile (ibid. XXVII. 52) und v. Kobell ein derbes, nach einem Prisma von 98 Grad spaltbares, Erz von der Grube Hediondas, Coquimbo in Chile (Anz. d. bayer. Akad. 1865. 161), sämmtlich durch die Analysen als Enargit bezeichnet. Ich kann noch einen anderen und zwar mexikanischen Fundort den genannten hinzufügen nach der Mittheilung des Hrn. Dr. Krantz, dem ich das Material verdanke, nämlich die Halde einer Grube im Revier Milpillas, sieben Leguas von Cosihuirachi (Cosihuiriachic).