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Ein Beitrag zur Kenntniss des baltischen Jura.

Sadebeck, Alexander

Kurzfassung

Den Namen "baltischer Jura" führte Herr Professor Beyrich in dem 13. Bande dieser Zeitschrift S. 143 in die Litteratur ein und gab zugleich nach einigen wichtigen Leitfossilien die Haupt-Horizonte des darin vertretenen braunen Jura an. Dieselben weiter zu verfolgen ist mit grossen Schwierigkeiten verbunden, weil bei den hier und da zerstreut sich findenden Geschieben ein Urtheil über ihr relatives Alter nicht durch Beobachtung der Lagerung gewonnen werden kann. Dasselbe kann nur dadurch erreicht werden, dass man grössere erratische Blöcke, welche eine Anzahl Versteinerungen einschliessen, einem genaueren Studium unterwirft. Je ausgedehnter die Kenntniss solcher Blöcke sein wird, desto mehr wird man auch im Stande sein, kleinere Geschiebe, theils nach den Fossilien, theils nach der petrographischen Beschaffenheit einzuordnen. Diese Betrachtung hat mich bestimmt, den bei Nemitz unweit Gülzow in Hinterpommern auftretenden braunen Jura zu bearbeiten. Das Material habe ich theils selbst gesammelt und im hiesigen königlichen mineralogischen Museum niedergelegt, theils befindet es sich in der ehemaligen Gumprecht'schen Sammlung, welche in der geologischen Sammlung der königlichen Berg-Akademie aufbewahrt wird. Die erste Notiz über das Vorkommen von braunem Jura bei Nemitz giebt Wessel in einem Aufsatze im sechsten Bande dieser Zeitschrift "der Jura in Pommern." Er beschreibt dasselbe, führt einige Petrefakten auf und giebt auf der beigefügten Karte genau die Lokalität an, so dass ich in dieser Hinsicht nur darauf zu verweisen habe. Später erwähnt Herr Professor Beyrich an der oben angegebenen Stelle dieses Vorkommen und zeigt durch Angabe des Ammonites aspidoides Oppel das Niveau der Schichten an.