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Ein Stück Granitit, das sich als Geschiebe auf der Insel Wollin gefunden hatte

Rose, Gustav

Kurzfassung

Herr G. Rose legte ein Stück Granitit vor, das sich als Geschiebe auf der Insel Wollin gefunden hatte und eine grosse Aehnlichkeit hat mit dem bei Wiborg am Finnischen Meerbusen vorkommenden Granitite, der in Petersburg vielfältig zu Bauten und Monumenten aller Art benutzt wird. Dieser Granitit ist durch seine grossen eingeschlossenen Feldspathkrystalle ausgezeichnet, die stets mit einer oft mehrere Linien dicken Hülle von grünlichweissem Oligoklas, der mit ihm regelmässig verwachsen ist, umgeben sind, woran er leicht wieder zu er kennen ist. Dieser Feldspath findet sich auf eine gleiche Weise in dem Geschiebe von Wollin und ebenso auch alle übrigen Gemengtheile in gleicher Beschaffenheit. Von allen Geschieben der norddeutschen Niederung nimmt man bekanntlich eine Abstammung aus dem Norden an; es ist aber immer interessant, wenn man Geschiebe findet, die mit Gebirgsarten einer ganz bestimmten Gegend so viel Aehnlichkeit haben, dass man an ihrer Uebereinstimmung nicht zweifeln kann. Der Redner machte noch darauf aufmerksam, dass die Geschiebe auf der Insel Wollin eine halbe Meile südlich von Misdroi zu langen Hügelreihen zusammengehäuft vorkommen, wie dies auch zwischen Oderberg und Werbellin der Fall ist, und hier wie dort wie in einem Steinbruch gewonnen werden.