Original paper

Zu Bischmisheim bei Saarbrücken

Arlt, Hans D.

Kurzfassung

Die beifolgende Sammlung von Muschelkalkpetrefakten habe ich während meines Aufenthaltes in Bischmisheim, etwa eine Meile südöstlich von Saarbrücken, zusammengebracht. Da ich nicht weiss, ob Ihnen diese Lokalität aus eigener Anschauung bekannt sein mag, so erlaube ich mir, hieran folgende Bemerkungen zu knüpfen. Das Saarbrücker Steinkohlengebirge ist im Süden und Westen von dem bunten Sandstein bedeckt, auf welchen, jedoch in geringerer oberflächlicher Ausdehnung der Muschelkalk folgt. Das Saarthal ist südlich von Saarbrücken tief in den bunten Sandstein eingeschnitten, so dass man den Muschelkalk erst auf der Höhe der Ausläufer des lothringer Plateaus antrifft. Dies ist auch die Lagerung bei Bischmisheim. Die Nähe der Stadt Saarbrücken und die industriellen Werke des Saarthales mit ihrem grossen Kalkbedarf haben zu einem ziemlich bedeutenden Kalksteinbruchbetriebe Veranlassung gegeben. Diese Kalksteinbrüche befinden sich sämmtlich im oberen Muschelkalke, wie sich aus folgendem Verzeichniss der von mir dort gefundenen Versteinerungen ergiebt. Es fanden sich: Gervillia socialis, Pecten discites, Lima striata, Myophoria laevigata (?), M. simplex, M. elegans (?), Terebratula vulgaris, Natica gregaria, Chemnitzia scalata (?), Dentalium laeve, Encrinus liliiformis, Ceratites nodosus, Rhyncholithus avirostris, Zähne und Knochen. Die Versteinerungen weichen in ihrem Vorkommen und ihrer schalenlosen Erhaltung von den gewöhnlichen des nördlichen Deutschlands durchaus nicht ab, und nur die Terebratula vulgaris hat zu eifrigerem Sammeln und zu einigen Bemerkungen Veranlassung gegeben.