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Die Schichten des Saat-Rheinbeckens

Weiss, Arthur

Kurzfassung

In Folgendem will ich kurz referiren, wie weit ich mit der Bearbeitung des Saar-Rheinbeckens bin. Ich meine dabei nur diejenigen Schichten, welche noch Kohlen und organische Reste führen, die sich an die Steinkohlenformation anschliessen, theils auch ihr unmittelbar folgen. Letztere sind das untere Rothliegende, wobei man nicht leugnen kann, dass der Gümbel'sche neu erfundene Ausdruck "Ueberkohlengebirge" ein recht passender wäre; nur müsste man ihn eben als gleichbedeutend mit "unteres Rothliegendes" auffassen, nicht aber, wie Gümbel will, darunter etwas Besonderes, eine neue Formation zwischen Steinkohlenformation und unterem Rothliegenden verstehen; auch die Abgrenzung des Begriffs müsste eine andere sein. Was nun diese Schichten betrifft, soweit sie bei uns auftreten, so finde ich auch nach den neuesten Excursionen, welche recht ergiebig waren, im Allgemeinen meine vorjährige Unterscheidung von vier Zonen bestätigt. Ohne auf die Einzelheiten einzugehen, die natürlich noch manche Arbeit vor ihrer ganz genügenden Aufklärung erfordern, muss ich doch erwähnen, dass namentlich die Verbreitung von Acanthodes- und Xenacanthus-Resten, welche mir jetzt sehr viel vollständiger bekannt geworden sind, von theoretischer Wichtigkeit erscheint. Sie finden sich mit andern Dingen (Anthracosien, anderen Fischresten, Pflanzen, auch Estherien) unmittelbar über einem Kohlenflötzchen, welches in der Pfalz grosse Verbreitung hat. Dass dieser Umstand noch allgemeinere Bedeutung hat, glaube ich ebenfalls gefunden zu haben. Bei Wettin nämlich sind ebenfalls Reste vorgekommen, die offenbar mit den unsrigen identisch sind.