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Mammuthreste in Sibirien

Helmersen, G. von

Kurzfassung

Magister Schmidt hat das von Ostjaken angezeigte Mammuth wirklich aufgefunden; es befand sich etwa 100 Werst westlich von Dudino, einem Dorfe am unteren Jenissei. Vom Cadaver war nichts mehr vorhanden, sogar das Skelett nicht mehr vollständig; es fanden sich jedoch noch Stücke der verrotteten Haut und einige Haare vor. Schmidt hat Alles sorgfältig gesammelt. Bald nachdem diese Nachricht eingegangen war, erhielt ich einen vom 23. August aus Tschita (am Argun unweit Nertschinsk) von meinem Neffen Peter v. Helmersen datirten Brief mit der Anzeige, es hätten heftige Regengüsse bei der Festung Tschindan an der chinesischen Grenze an einem Flüsschen zwei Mammuthskelette blosgelegt. Mein Brudersohn, Capitain im kaiserlichen Generalstabe, wollte sogleich selbst nach Tschindan reisen, um zu sehen, wie man jene Skelette für unsere Sammlungen gewinnen könne. Schmidt ward von hier aus telegraphisch von diesem Funde benachrichtigt und erhielt Auftrag, auch hinzureisen, wenn Zeit und Geld es erlauben. Es scheinen doch diese Mammuthreste in Sibirien sehr häufig zu sein. Nach mehr oder minder gut erhaltenen Cadavern dieser Thiere sollte man aber abgerichtete Hunde, wie nach Trüffeln, suchen lassen. Dafür kann man wohl bürgen, dass diese kolossalen Thiere einen hinlänglich starken Geruch verbreiten, selbst wenn sie noch von etwas Erde bedeckt sind.