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Aufschlusspunkt für Septarienthon bei Seesen

Unger, Fr. v.

Kurzfassung

Es ist mir die Auffindung eines, wie ich glaube, bisher unbekannt gewesenen Aufschlusspunktes für den Septarienthon in hiesiger Gegend vergönnt worden. Als ich im verwichenen Herbste die nahe bei dem Dorfe Klein Freden - Station an der Hannover - Göttinger Eisenbahn - mir seit lange bekannt gewesenen Fundstellen für oberoligocäne Petrefacten nochmals besuchen wollte, fand ich sie nicht mehr vor; sie waren bei der vor einigen Jahren ausgeführten Separation auf betreffender Feldmark eingeebnet und mit Ackerkrume überdeckt. Meine Bemühung, dort neue Aufschlüsse aufzufinden, blieb ohne Erfolg, indessen traf ich auf eine nahe bei der dortigen Ziegelei belegene, vor etwa zwei Jahren angelegte Thongrube. Wie am Ausgehenden der Thonschicht sehr deutlich zu beobachten ist, ruht sie unmitttelbar auf Muschelkalk, der nach Westsüdwest mit etwa 25 bis 30 Grad einfällt. Versteinerungen vermochte ich in der Thongrube nicht aufzufinden, wohl aber enthielt der Schlämmrückstand der mitgenommenen Thonprobe eine grosse Menge Foraminiferen, die sie als unzweifelfelhaften Septarienthon erkennen Hessen, als: [...]