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Notiz über die Auffindung von Conchylien im mittleren Muschelkalke (der Anhydritgruppe v. Alb.) bei Rüdersdorf.

Eck, Heinrich

Kurzfassung

In den Gesteinen des mittleren Muschelkalks, welche wegen ihrer dolomitischen Zusammensetzung und der häufigen Vergesellschaftung der Dolomite und dolomitischen Kalksteine mit Anhydrit, Gyps und Steinsalz von Herrn v. Alberti mit Recht zu einer selbstständigen Abtheilung zusammengefasst und von den vorwiegend kalkigen Niederschlägen des unteren und oberen Muschelkalks getrennt wurden, sind organische Reste bisher nur an wenigen Localitäten aufgefunden worden. Ausser vereinzelten Pflanzen-Fragmenten beschränken sich dieselben fast allein auf diejenigen Fisch- und Saurierreste, welche aus den "dolomitischen Saurierkalken" des Rauthales bei Jena und zwischen Unter-Esperstädt und Schrapplau (vergl. Schmid, über den Saurier-Kalk von Jena und Esperstädt, in Leonhard und Bronn's neuem Jahrb. für Mineralogie u. s. w., Jahrg. 1852, S. 911) beschrieben wurden, während Conchylien ausser der weiter unten zu erwähnenden Lingula tenuissima Br. aus den in Rede stehenden Gesteinen noch gar nicht bekannt geworden sind. Die im Saurierkalke von Jena aufgefundenen organischen Reste sind nach den Angaben der Herren Schmid und Schleiden (Geognostische Verhältnisse des Saalthals bei Jena, Leipzig, 1846), v. Meyer (Palaeontographica, Bd. I, 1851, S. 195) und Saurier des Muschelkalks, Frankfurt a. M. 18 4/5 7/5, S. 97, und Schmid (Fischzähne der Trias bei Jena, in Nov. act. acad. Caes. Leop. Car. Germ. nat. cur., Bd. 29, 1862) folgende: [...]