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Der Jura in Schleswig-Holstein.

Meyn, Ludwig

Kurzfassung

In den Berichten der dänischen Akademie von 1863 äussert sich Herr Professor Forchhammer, dessen unermüdliche Arbeiten jetzt der Tod beendigt hat, über das Vorkommen von Jurageschieben in Dänemark und den Herzogthümern, wie folgt: "Es ist wohl bekannt, dass die Steinarten der Juraformation unter unseren Geschieben ausserordentlich selten sind. Sie beschränken sich auf den östlichen Inseln Seeland und Fühnen auf einzelne Kohlenstücke von derselben Beschaffenheit wie die, welche in dem bornholmischen älteren Jura vorkommen, und auf einzelne Eisensteinstücke, wie sie die Kohlen in Schonen und Bornholm begleiten. Auf dem mittleren Theil der Halbinsel kann man Hunderte von Mergel- und Sandgruben durchsuchen, ohne ein einziges Stück zu finden, welches auf die Juraformation zurückzuführen wäre, oder auf andere Formationen, deren geognostischer Horizont zwischen diesem und dem jüngsten Gliede der Uebergangsformation liegt." Diese Bemerkung meines unvergesslichen Lehrers beruht auf einem Irrthum, insofern er seit 20 Jahren nie Gelegenheit gehabt hatte, die Erdarbeiten und Durchschnitte in den Herzogthümern genauer wieder in Augenschein zu nehmen. Schon die 1846 von mir in Kiel aufgestellte vaterländische Sammlung enthielt jurassische Vorkommnisse. Vor allen ausgezeichnet war der erste Block, welchen ich in dem Absturze des hohen Ufers von Düsternbrook bei Kiel fand. Ein schwarzer, sehr harter und zäher, völlig frischer Kalkstein mit zahlreichen wohlerhaltenen, schneeweiss verkalkten Versteinerungen, Astarten, Trigonien, Pectines und Aviculae, besonders Avicula echinata und Münsteri.